Also als wir das letzte Mal abgestiegen sind, so vor 7 Jahren oder so, da war da so ein merkwürdiges Gefühl. Das ganze Stadion war leer, Bierblumen wehten über die Ränge und wir saßen noch auf den Stufen zur Ostkurve. Wir klammerten uns an unsere Bierbecher und starrten weiter auf den vom Flutlicht illuminierten leeren Rasen, in der alkoholgeschwängerten Hoffnung, dass sich irgendwer in so einer Art Telefonzelle materialisiert und uns freudestrahlend verkündet: „Alles nur ein Alptraum Jungens, nix passiert, geht sofort los!“

Barry, Gunnar, Ricky, Käpt’n Kunze und Earl Grey sehen sich am Samstag hunderten von unbekannten alten Männern gegenüber, die noch niemand der unseren jemals am Snookertisch gesehen hat – alles ok, immerhin sind wir hier, um durchaus was zu reißen, die halbe Verbandsligatruppe ist am Start: alles keine Anfänger, Einzel-Vize-Meister, Aufsteiger, Grand-Prix-Teilnehmer, also turniererfahren bis zum dorthinaus, bis an die Zähne tätowierte Lochmaschinen, furchterregende Billardasse. Da ist es doch eigentlich egal, wer uns in die 10er-Gruppe gelost wird. Und dann das. Zwei Siege oder so bis Achtzehnuhr, danach eisiges Schweigen. Und so ein merkwürdiges Gefühl…

Eigentlich hätte so ein Auftritt nicht mal ein Foto verdient, aber da ich die Bilder gerade habe entwickeln lassen und die Abzüge bezahlt habe, klebe ich sie jetzt auch hier ins Album. Für die Nachgeborenen. Als Menetekel. Sagt also bitte nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Snookerspielen kann böse enden…

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